Trägerdecke
Aus dem anfänglich schmalen Deckenträger entsteht durch Ausgießen mit Beton, nach dem Aushärten desselben, gleichsam ein hoher Träger, der nun bis zur Betonoberkante reicht. Die Untergurte und eventuelle Beilagen (zusätzliche Stahlstangen) nehmen die Zugspannungsanteil der Begiegespannung auf, welche in dem neuen Träger herrscht. (Das Eigengewicht der Decke und zusätzliche Lasten bewirken ein Durchbiegen der Decke.) Diese unten liegende Bewehrung darf nicht beschädigt oder gar zerstört werden, denn sie trägt faktisch die Decke. (Im oberen Deckenbereich tritt der Druckspannungsanteil der Biegespannung auf, gegen welchen der Beton alleine den nötigen Widerstand leistet. Etwa in der Mitte zwischen Zug- und Druckspannung liegt die sogenannte "neutrale Faser", wo keinen Spannung herrscht.) -------------------------------------------------------- Meine Garage ist 3,30 Meter breit. In der Mitte davon, wo die Spannung der unteren Armierung am größten ist, muß die Antriebseinheit montiert werde. Genau hier haben sich die für LINDPOINTNER-Torsysteme arbeitenden Monteure den größten Murks geleistet, gleich an zwei benachbarten Trägern. Anstatt trägermittig oder in die Fuge zwischen Träger und Einhänge-Hohlstein zu bohren, bemühten sie sich seitlich, bis der eine Träger sogar barst. Durch den nun gegebenen Luftkontakt oxydiert der Stahl schneller, was die Lebensdauer des Trägers noch einmal vermindert. (Wo rohe Kräfte sinnlos walten, ... Friedrich von Schiller). Und das alles entgegen den Beteuerungen und Versprechungen des Verkäufers Herrn Bartl. -------------------------------------------------------- Die Lebensdauer so einer Decke nimmt in dem Maße ab, wie Korrosion an den Stäben nagt oder mechanische Beschädigungen auftreten, wie beim unsachgemäßen Bohren in die Decke. Da meine Decke fünfzig Jahre alt ist, hätte der Verkäufer meine Bedenken besonders ernst nehmen, und seine Beteuerungen einhalten müssen. --------------------------------------------------------
Mein Lindpointner Garagentor hatte mir fast 50 Jahre lang tadellos gedient. Da die Firma noch existiert, dachte ich, sie sei die beste Wahl für ein neues Sektionaltor. Das war der größte Irrtum meines Lebens. Der Verkäufer kam am Dienstag den 16. Juni 2026 in der Früh. Ich brachte ihm mein besonderes Anliegen vor, dass beim Bohren in die Decke darauf geachtet wird, keinen Schaden anzurichten. Ich brachte diesen Aspekt in der Folge noch öfter zur Sprache, auch in E-Mails. Der Verkäufer beteuerte wiederholt, dass ich keine Angst zu haben brauche: - Dass er die Garagendecke fotografiert hätte. - Dass er mit dem Montageleiter gesprochen hätte. - Dass man durch Verwendung von speziellen Lochwinkeln die Möglichkeit hat, sich die Bohrstelle genau auszusuchen. - Dass erfahrene Lindpointner-Monteure kommen würden. "Sie brauchen keine Angst zu haben!", hörte ich immer wieder. Beim letzten Anruf am 31. Juli 2026 kamen wir noch darauf zu sprechen, dass man außer in der Mitte von Deckenträgern, wo keine Stahlbewehrung ist, auch in die Fuge zwischen Träger und Hohlziegel bohren könne. (Der Liefertermin wurde ein paar Wochen verschoben, weil in der Produktion ein Element beschädigt wurde. Die Lieferung war dann für den 18. August 2026 angesagt. Es kamen zwei Monteure. Wie begrüßten uns und nach allgemeinen Worten sahen wir uns gegenseitig an. "Wo ist das Tor, das wir einbauen sollen?", fragte der eine schließlich. Sie hatten nicht einmal das Tor mitgebracht.) Als die ersten Löcher sauber in der Mitte eines Trägers gebohrt waren (siehe erstes Bild), war ich zufrieden und dachte mir, "gut, dass wir im Vorfeld alles bestens geklärt haben". Ich war unsäglich enttäuscht, als ich später bemerkte, dass man, wie systematisch, alle Bohrungen dort gesetzt hatte, wo in den Trägern die Armierungen verlaufen. Man hat mir in einer erster Reaktion versichert, den "Mangel" schnellstmöglich beheben zu wollen. Ich frage mich, wie. Durch den Vorfall leide ich jetzt an Schlafstörungen. Mittlerweile hat die Montageabteilung angeboten, wenigstens die Bruchstelle zu verschmieren. Super!