Mein Lindpointner Garagentor hatte mir fast 50 Jahre lang tadellos gedient. Da die Firma noch existiert, dachte ich, sie sei die beste Wahl für ein neues Sektionaltor. Das war der größte Irrtum meines Lebens. Der Verkäufer kam am Dienstag den 16. Juni 2026 in der Früh. Ich brachte ihm mein besonderes Anliegen vor, dass beim Bohren in die Decke darauf geachtet wird, keinen Schaden anzurichten. Ich brachte diesen Aspekt in der Folge noch öfter zur Sprache, auch in E-Mails. Der Verkäufer beteuerte wiederholt, dass ich keine Angst zu haben brauche: - Dass er die Garagendecke fotografiert hätte. - Dass er mit dem Montageleiter gesprochen hätte. - Dass man durch Verwendung von speziellen Lochwinkeln die Möglichkeit hat, sich die Bohrstelle genau auszusuchen. - Dass erfahrene Lindpointner-Monteure kommen würden. "Sie brauchen keine Angst zu haben!", hörte ich immer wieder. Beim letzten Anruf am 31. Juli 2026 kamen wir noch darauf zu sprechen, dass man außer in der Mitte von Deckenträgern, wo keine Stahlbewehrung ist, auch in die Fuge zwischen Träger und Hohlziegel bohren könne. (Der Liefertermin wurde ein paar Wochen verschoben, weil in der Produktion ein Element beschädigt wurde. Die Lieferung war dann für den 18. August 2026 angesagt. Es kamen zwei Monteure. Wie begrüßten uns und nach allgemeinen Worten sahen wir uns gegenseitig an. "Wo ist das Tor, das wir einbauen sollen?", fragte der eine schließlich. Sie hatten nicht einmal das Tor mitgebracht.) Als die ersten Löcher sauber in der Mitte eines Trägers gebohrt waren (siehe erstes Bild), war ich zufrieden und dachte mir, "gut, dass wir im Vorfeld alles bestens geklärt haben". Ich war unsäglich enttäuscht, als ich später bemerkte, dass man, wie systematisch, alle Bohrungen dort gesetzt hatte, wo in den Trägern die Armierungen verlaufen. Man hat mir in einer erster Reaktion versichert, den "Mangel" schnellstmöglich beheben zu wollen. Ich frage mich, wie. Durch den Vorfall leide ich jetzt an Schlafstörungen.